Das Reizdarmsyndrom
Das ReizdarmsyndromDas Reizdarmsyndrom
Gereizt heisst in diesem Zusammenhang, dass die Nervenendigungen in der Darmauskleidung ungewöhnlich empfindlich sind; auch sind die Nerven zur Kontrolle der Darmmuskulatur ungewöhnlich aktiv. Dies führt dazu, dass der Darm auf sonst ganz normale Ereignisse wie z.B. den Durchgang von Gas oder Flüssigkeit überreagiert.
Dadurch wird eine unangemessene starke Aktivität der Darmmuskulatur hervorgerufen, die einen Verdauungsvorgang vorübergehend stoppt oder zum falschen Zeitpunkt Bewegungen in Gang setzt, um Material aus dem Darm auszustoßen.
Die Symptome sind offenbar eine Folge der erhöhten Empfindlichkeit gegenüber einer Ausdehnung des Magen-Darmtraktes durch Gasansammlungen oder Kot. Das RDS ist eine funktionelle Störung des Verdauungstraktes!
Die Beschwerden beim Reizdarm sind nie eingebildet, sie haben immer nachvollziehbare neuronale Ursachen! Das Bauchhirn wurde falsch programmiert!
Es ist falsch und unfair den Patienten bzw. seinen pflegenden Angehörigen gegenüber zu behaupten, dass Reizdarmsyndrom, sich nur im Kopf abspielt oder dass Reizdarmsyndrom-Patienten, emotional gestört sind. Ein RDS ist das Ergebnis einer komplizierten Wechselwirkung zwischen den Darmnerven und Muskeln und dem emotionalen Zustand eines Menschen.
Die Ursache des RDS ist nicht geklärt! Das Reizdarmsyndrom lässt sich nicht heilen!
Einige entwickeln die Beschwerden nach einer Magen-Darm-Infektion. Noch Jahre danach dauern bei ihnen die Turbulenzen in den Eingeweiden an, weil sich die Erinnerung an den Infekt offenbar ins Bauchhirn eingebrannt hat.
Häufig finden sich bei Reizdarm-Patienten vermehrt Abwehrzellen im Darm, die über Botenstoffe die Nervenzellen der Verdauungsorgane stimulieren. Bei anderen fanden Wissenschaftler gehäuft Serotonin im Darm- auch dieser Botenstoff steuert vor Ort die Verdauung. Andere entwickeln ein RDS nach einer Antibiotikatherapie, einem traumatischen Ereignis oder chron. Stress. In vielen Fällen ist jedoch Stress kein entscheidender Einflussfaktor. Wissenschaftler fanden heraus, dass das Verdauungsenzym, Serinproteinase, bei RDS-Patienten doppelt so hoch vorhanden ist als bei gesunden Menschen. Dieses Enzym in höherer Konzentration gesunden Mäusen injektiert, ruft auch bei ihnen die Symptome des RDS hervor.
| Zwillingsstudien ergaben eine familiäre Veranlagung. Opfer des chron. Reizdarmsyndrom irren durch einen Therapiedschungel. Sie nehmen krampflösende Medikamente, Arzneimittel gegen Blähungen, Durchfall, Abführmittel oder Mittel, die in den Serotoninregelkreis eingreifen, oder Antidepressiver, die die Schmerzschwelle erhöhen. Alle Mittel vermögen nur, die Symptome etwas zu lindern! |
Darm mit freundlicher Genehmigung von Ardey-Pharm |
Näheres unter: www.rds-forum.de Ein Internetportal zum Thema Reizdarmsyndrom!
oder
Deutsche Reizdarmselbsthilfe e.V.
Mörikweg 2
Burgdorf D-31303 Telefon +49 5136 89
Telefax +49 5136 8736
Weitere Selbsthilfegruppen finden sie unter...
www.selbsthilfe-bei-Reizdarm.de
Letztes Update: 01.7.2009
